David Burits


Meine Motivation

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass
tatsächlich etwas weitergehen kann, wenn
man den Schülerinnen und Schülern Gehör
schenkt und sie in der Bildungspolitik miteinbezieht. Dennoch erweisen sich bürokratische
Hürden noch immer als ein Problem, das wir
überwinden müssen und auch können.
Ich bin der festen Überzeugung, dass unser
Bildungssystem noch verbessert werden kann;
dass es digital, innovativ und zukunftsorientiert sein kann – wenn man das Steuer in die
Hände derjenigen legt, deren ganze Zukunft
davon abhängt. Bildung sollte mehr sein, als
die Einbildung realitätsferner Bürokraten. Bildung sollte die Sache der Schülerschaft sein.


Benotung - transparent und digital

„Es ist sinnlos zu sagen: Wir tun unser Bestes. Es
muß dir gelingen, das zu tun, was erforderlich ist.“
–Winston Churchill

Für die meisten Schülerinnen und Schüler ist es noch immer ein Rätsel, woraus sich Noten
zusammensetzen und wie die Beurteilung verläuft – und das nicht ohne Grund. Die
Beurteilungskriterien, über die die Lehrerinnen und Lehrer alle Jahre wieder in unsinniger
Bürokratensprache aufklären, sind undurchsichtig, ergeben wenig Sinn und geben letzten Endes

kaum Auskunft darüber, wie die Benotung tatsächlich abläuft. Auch um die Bekanntgabe der Jahresnote schummelt man sich nicht selten geschickt herum und hat sie entweder „diesmal nicht mit“ oder „noch nicht ausgerech net“. Das Gefühl, dass Lehrerinnen und Lehrer willkürlich Urteile tref-
fen, wird dadurch noch verstärkt. Hinterfragen ist unmöglich, immerhin herrscht an Schulen Kon- ferenzgeheimnis – und wenn doch einmal jemand versucht, gegen eine Note Einspruch zu erheben, folgt meistens Enttäuschung, denn dann können die Lehrerinnen und Lehrer plötzlich Belege herzaubern, die sie zuvor „vergessen“
haben.

Lösungen hätten schon längst entwickelt und optimiert werden können, wäre ein transparentes Benotungsmodell eine Priorität der Lehrerschaft, noch mehr: der Bildungspolitik. Die Zeiten haben sich geändert – die Beurteilung muss das jetzt auch schaffen!

Erste Konzepte gibt es auch schon; eine Minderheit der Lehrerinnen und Lehrer Österreichs nutzt sogar die Beurteilungsfunktion auf LMS. Aktuell stecken diese Ansätze allerdings noch in Kinderschuhen – ja, sie sind so ausgereift wie es Früchte ein halbes Jahr vor der Erntezeit sind. Nicht selten kommt es vor, dass ein einziger abgezogener Punkt im Lernmanagementsystem die Note unverhältnismäßig verschlechtert.

Daher braucht es ein einheitliches, flächendeckendes Konzept, das Transparenz, Effizienz, Praktikabilität und schließlich vor allem auch Gerechtigkeit vereint: Ein digitales Konzept; ein Konzept
für die Zukunft.